Rennberichte

Pech auf der 1. Etappe. Ein langer „Alleingang“

during stage 1 of the 2019 Absa Cape Epic Mountain Bike stage race held from Hermanus High School in Hermanus, South Africa on the 18th March 2019.
Photo by Nick Muzik/Cape Epic

during stage 1 of the 2019 Absa Cape Epic Mountain Bike stage race held from Hermanus High School in Hermanus, South Africa on the 18th March 2019.
Photo by Nick Muzik/Cape Epic

Das hĂ€tte richtig gut ausgehen können heute fĂŒr uns! Aber hĂ€tte wenn und aber gibt es leider nicht. Schon auf der ersten Etappe zogen wir einen schwarzen Tag ein und es wurde ein langer einsamer Tag im Sattel!

Wie erwartet war die Startphase extrem hektisch. UnzĂ€hlige PositionskĂ€mpfe, ausgefahrene Ellbogen und nicht immer ganz regelkonforme Überholmanöver prĂ€gten die erste Rennstunde. Erst nach knapp 20 Km löste sich eine grössere Spitzengruppe mit knapp 10 Teams leicht ab und wir waren beim „Postabgang“ dabei! Die Gruppe hielt sich bis zum ersten Bergpreis bei Km 40 und wir stachen hinter Kulhavy & Gaze sowie den Cannondale Fahrer Fumic & Avancini in die Abfahrt. Leider zischte es dann plötzlich aus Nicolas Vorderreifen und wir standen mit einem Reifenschaden neben der Strecke!
Wir setzten eine CO2 Patrone mit Schaum, doch es nĂŒtzte nichts. Die erste Verfolgergruppe hatte uns mittlerweile passiert und wir mussten nochmals anhalten und einen Plug (Dichtungswurm) setzen. Dies schien zu funktionieren, doch da waren keine anderen Teams mehr neben uns.
Der Zeitpunkt unseres Defekt passierte wirklich im ungĂŒnstigsten Moment der gesamten Etappe! Denn nun fĂŒhrte die Strecke die nĂ€chsten 25 Km ĂŒber breite Feldwege und offenes GelĂ€nde und wir hĂ€tten sehr viel Energie sparen können, wenn wir in der Gruppe geblieben wĂ€ren…..

Stattdessen versuchten wir einen guten Rhythmus zu finden und nicht aufzugeben. Keine leichte Aufgabe, doch unser RĂŒckstand pendelte sich bei etwas mehr als 2 Minuten ein. Als die Strecke dann nach dem zweiten Verpflegungsposten nach 65 Km etwas selektiver wurde, fingen wir plötzlich an, die ersten Teams einzusammeln. Denn wĂ€hrend die vor uns fahrenden Teams natĂŒrlich mit letztem Einsatz versuchten, die Gruppe zu halten, fuhren wir einfach ohne zu ĂŒberdrehen konstant unseren Rhythmus.

Die Tatsache, dass keines der eingesammelten Teams unsere HinterrĂ€der halten konnte, stimmte uns zuversichtlich. 2 Km vor dem Ziel stellten wir noch die Gruppe um Rang 10, doch am Ende reichte es zu Rang 11 und damit rĂŒckten wir auf den 10ten Gesamtrang vor.

Die ZeitabstÀnde sind noch alle sehr gering und nach unserem 70 Km langen Einzelzeitfahren können wir mit unserem Erreichten unter diesen UmstÀnden sehr zufrieden sein!

Ich hoffe natĂŒrlich, dass sich unsere Fahrweise auch positiv auf die kommenden Tage auswirkt, da wir uns heute nicht vollkommen verausgaben mussten.

Klar war es erstmals ein mentaler „DĂ€mpfer“ und auch schade um die guten Beine, doch der Spirit ist gut und es bleiben noch 6 Tage, um es besser zu machen!

FullGaz!