Rennberichte

2. Etappe,persönliche Cape Epic Bilanz aufpoliert😂

during stage 2 of the 2019 Absa Cape Epic Mountain Bike stage race from Hermanus High School in Hermanus to Oak Valley Estate in Elgin, South Africa on the 19th March 2019
Photo by Sam Clark/Cape Epic

Wo und wie soll ich heute anfangen? Wir schreiben den dritten Tag beim Cape Epic und meine Situation bei diesem Rennen ist wieder einmal so wie immer…. das Rennen ist fĂŒr uns bereits jetzt gelaufen!

In meinem Vorbericht zum Rennen hatte ich ja meine Bilanz bereits erlĂ€utert. 6 Versuche und 4 Mal Pech meines Teampartners. Zu jener Statistik kommt nun auch die diesjĂ€hrige Ausgabe des Cape Epic’s!

Motiviert und mit viel Selbstvertrauen nach der gestrigen Aufholjagd standen wir heute um 7 Uhr am Start in Hermanus. 92 Km & 2’000 Hm galt es von Hermanus bis zum neuen Zielort in Oak Valley (Grabouw) zurĂŒck zu legen. Das Tempo war von Beginn weg horrend hoch und die ersten 15 Km waren dieselben wie gestern. Der erste Anstieg war auf Asphalt und nach der Kuppe folgte eine kurze Abfahrt auf einem breiten Schotterweg. Die 50 Fahrer umfassende Spitzengruppe donnerte wie eine „BĂŒffelherde“ den Berg hinunter, dazu entsteht zwangslĂ€ufig eine grosse Staubwolke und inmitten dieser Wolke sind wir Fahrer beinahe blind unserem Schicksal ĂŒberlassen. Man kann unmöglich jedem Stein ausweichen, da man diese ja oftmals gar nicht erst sieht. Auf dieser breiten Strasse waren zudem kaum welche vorhanden, doch trotzdem fuhr Nicola plötzlich an der Seite des Feldes und reduzierte sein Tempo. Ich realisierte den platten Hinterreifen natĂŒrlich schnell und ich konnte es kaum fassen! 50 Fahrer und es trifft erneut uns! Doch diesmal war es kein Loch, welches man mal eben schnell mit einem Dichtungswurm flicken konnte, sondern ein gut 2 cm breiter Schnitt an der Seite. Zwar versuchten wir zu Beginn mit Plugs und Schaum zu reparieren, doch nach einer kurzen Weiterfahrt war klar, dass wir einen Schlauch einsetzen mussten. Dies dauerte natĂŒrlich extrem lange und wĂ€hrenddessen ĂŒberholten uns unzĂ€hlige Teams.

Die Luft war nicht nur beim Reifen draussen, sondern auch bei uns zwei Fahrer! Knapp 6000 Km hatte ich seid Mitte Dezember fĂŒr dieses Rennen investiert (klar, dies kommt mir dann auch im Sommer zu Gute) aber trotzdem wurden sĂ€mtliche Ziele-/ Ambitionen mit einem Schlag zerstört und einmal mehr war ich „nur Zuschauer“. Aber ich möchte an dieser Stelle auch klar betonen, dass wir beide dieselben Reifen fahren und diese auch wĂ€hrend dem 3 wöchigen Trainingslager ohne ZwischenfĂ€lle getestet haben. Denselben Reifentyp bin ich bereits 2017 gefahren, ebenfalls defektfrei!

Nach dem Missgeschick fuhren wir bis zur ersten Verpflegung, wechselten das defekte Laufrad und fuhren die Etappe zu Ende. Dabei donnerten wir noch ĂŒber unzĂ€hlige ruppige Abfahrten, Geröllfelder und was uns eben sonst noch alles im Weg lag und …… blieben defektfrei!

Ich könnte jetzt hier noch lange weiterschreiben ĂŒber meine jetzige GefĂŒhlslage, aber ich bin lange genug im GeschĂ€ft, habe genĂŒgend solcher Erfahrung gesammelt und auch wenn es hart ist und ich 3 Monate fĂŒr „Nichts“ gearbeitet habe, am Ende ist es nur ein Bikerennen und es gibt Schlimmeres als ein verlorenes Resultat. Die Ironie ist einfach, dass es mich ausgerechnet immer bei diesem Rennen trifft.

Aber mir geht es gut, ich bin gesund und wir werden es auch Morgen wieder versuchen…..

Stay positive👊